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Düsseldorf: Massive Randale marokkanischer "Fußballfans" nach verlorenem Frankreich-Spiel

Auf einer Fanmeile in Düsseldorf-Oberbilk ist es nach dem WM-Aus Marokkos zu Krawallen gekommen. Nach der 0:2-Niederlage gegen Frankreich wurden Passanten und Polizeieinsatzkräfte verletzt.
Düsseldorf: Massive Randale marokkanischer "Fußballfans" nach verlorenem Frankreich-Spiel© ur

Laut Polizeiangaben verfolgten am gestrigen Abend rund "1.500 Marokko-Fans" auf der Düsseldorfer Ellerstraße in Oberbilk das WM-Spiel gegen Frankreich. Nach der 0:2 Niederlage kam es dann zu spontanen Krawallen. Lokale Medien berichten von Vermummten, die demnach auch "Brandsätze in die Menge, auf die Straße und gezielt auf die Polizei warfen." Es wurden mehreren Verletzte und Festnahmen verzeichnet.

Rund 1.500 Fußballfans hatten sich in der Nähe des Hauptbahnhofs versammelt, um gemeinsam auf Bildschirmen das Spiel gegen Frankreich anzuschauen. Bereits nach früheren Marokko-Spielen hatten Fans die Ellerstraße über Stunden mit ihren Autos lahmgelegt, hupend Kolonne gefahren und Pyrotechnik abgebrannt. Das Gebiet rund um die Ellerstraße und den Düsseldorfer Hauptbahnhof wird von Einheimischen auch "Maghreb-Viertel" genannt.

Nach dem gestrigen Abpfiff, Marokkos WM-Aus im Viertelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft, sei es dann zu massiven Ausschreitungen gekommen, bei denen laut bisherigen Auswertungen "drei Polizisten verletzt wurden", so die Rheinische Post berichtend. Zudem mussten auch Unbeteilgte sowie rein Fußballinteressierte durch Notarztkräfte behandelt werden.

Videos, die in den sozialen Netzwerken geteilt werden, belegen die angespannte und schließlich eskalierende Stimmung nach Spielende.

"Vermummte Personen" schleuderten laut Zeugen Böller und Glasflaschen auf die Fahrbahn und in die Menschenmenge. Zusätzlich "warfen sie Molotow-Cocktails, zündeten Raketen und stießen Mülltonnen um", beobachtete ein WDR-Team vor Ort.

Die Düsseldorfer Polizei war mit einem größeren Aufgebot für die Halbfinalpartie am Mittwochabend vor Ort. "Wir sind vorbereitet", erklärte ein Polizeisprecher am Dienstag auf dpa-Anfrage. Nach den Festnahmen wurden der Polizei zufolge "mehrere Strafanzeigen" geschrieben.

In Düsseldorf leben mit Stand Juni 2026 "rund 4.400 Marokkanerinnen und Marokkaner und schätzungsweise 18.000 Menschen mit marokkanischem Migrationshintergrund".

In Dortmund sahen hingegen 400 Marokko-Fans die Niederlage in der Gözdem-Event-Arena, nach dem Spiel blieb es friedlich.

Infolge der Niederlage der Nordafrikaner musste die Polizei laut Agenturmeldungen aber nicht nur in Düsseldorf einschreiten. Auch in den europäischen Hauptstädten London und Paris wurde seitens enttäuschter Marokkaner größere Randale befürchtet.

So sicherten in der französischen Hauptstadt 20.000 Polizisten und Gendarmen die vergangene Fußballnacht, die für Pariser Verhältnisse überraschend ruhig verlief. So kam es laut Medien zu "Spannungen und einzelnen Zwischenfällen".

Aus London wiederum wurden "chaotische Rangeleien" und Festnahmen gemeldet. Medienberichte und Videos von der Edgware Road im Nordwesten Londons zeigen, wie die Polizeieinheiten mit großen Menschenmengen zusammenstießen, "während Rauch durch die Straßen wehte und Trümmer die Fahrbahn übersäten", so die Boulevardzeitung The Sun berichtend. 

Im niederländischen Den Haag ergaben sich keine größeren, befürchteten Ausschreitungen, dies ausgehend von der Randale nach Marokkos Sieg gegen die Niederlande im Sechzehntelfinale.

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