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Liveticker Ukraine-Krieg – IAEA: AKW Saporoschje erneut ohne externe Stromversorgung

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – IAEA: AKW Saporoschje erneut ohne externe StromversorgungQuelle: Sputnik © Juri Woitkewitsch
  • 20.06.2026 18:09 Uhr

    18:09 Uhr

    Tankwagen weicht Kamikaze-Drohne aus US-Produktion aus

    In den sozialen Medien kursieren Videoaufnahmen, auf denen zu sehen ist, wie ein russischer Tankwagen einer Kamikaze-Drohne ausweicht. Es soll sich um eine Drohne vom Typ Hornet aus US-Produktion handeln.

  • 17:27 Uhr

    IAEA: AKW Saporoschje erneut ohne externe Stromversorgung

    Die externe Stromversorgung des Atomkraftwerks Saporoschje ist zum 20. Mal seit dem Ausbruch des Ukraine-Konflikts ausgefallen, berichtet die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA).

    Die Organisation spricht über ein Problem mit den internen Systemen des Atommeilers, was für den Ausfall der Leitung Ferrosplawnaja-1 führte, der einzigen zugänglichen externen Stromleitung.

    Nach der Abschaltung wurden Notstromanlagen automatisch gestartet. Die Reparatur an der Hauptstromleitung Dnjeprowskaja, die seit drei Monaten abgeschaltet ist, dauert an. Die Arbeiten werden im Rahmen der lokalen Kampfpause durchgeführt, betont die IAEA.

  • 17:17 Uhr

    Tote und Verletzte nach ukrainischen Drohnenangriffen auf russische Regionen

    Die ukrainischen Streitkräfte haben nach Angaben des Chefs der Lugansker Volksrepublik (LVR), Leonid Passetschnik, Sprengsätze mithilfe einer Drohne auf eine belebte Straße in Richtung des Gebiets Rostow abgeworfen. Dabei kamen zwei Menschen ums Leben.

    Passetschnik zufolge ereignete sich der Vorfall, nachdem eine Person einen verdächtigen Gegenstand bemerkt und versucht hatte, ihn zu entfernen. Der Verkehr auf der Straße bleibt bis zum Abschluss des Einsatzes der Minenräumer eingeschränkt.

    Außerdem wurden im Gebiet Belgorod Zivilisten verletzt. Laut dem regionalen Krisenstab schlug eine FPV-Drohne in ein Gewerbeobjekt im Kreis Rakitnoje ein. Ein weiterer Mann wurde im Ort Proletarski verletzt. In der Stadt Schebekino erlitt ein Mann bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf sein Auto Verletzungen.

  • 16:45 Uhr

    Russische Flugabwehr zerstört mehr als 50 Drohnen der Ukraine

    Einheiten der Flugabwehr haben 57 ukrainische Drohnen über Russland abgefangen und zerstört. Laut dem russischen Verteidigungsministerium wurden die Flugziele zwischen 7 und 14 Uhr (Moskauer Zeit) über acht Gebieten des Landes, über der Region Perm sowie über den Teilrepubliken Krim und Tatarstan vom Himmel geholt.

  • 16:00 Uhr

    Der Brite, der Donezk schuf: Warum der Westen denkt, die Stadt gehöre ihm

    Die meisten Menschen auf der Welt kennen Donezk seit dem gewaltsamen Regierungsputsch in der Ukraine im Jahr 2014 als eine Stadt, die sich westlichen Eliten in Kiew widersetzt hat. Die Ironie besteht darin, dass gerade diese Stadt von einem westlichen Geschäftsmann gegründet wurde. Denn die reichen westlichen Geschäftsleute haben Donezk schon seit Längerem auf dem Schirm ‒ genau genommen seit dem Ende des 18. Jahrhunderts.

    Mehr dazu in diesem Meinungsartikel von Wassilissa Sacharowa auf unserer Webseite.

  • 15:40 Uhr

    Ukrainische Drohnenattacke auf Erdölraffinerie im westsibirischen Tjumen abgewehrt

    Im westsibirischen Gebiet Tjumen ist am Samstag eine ukrainische Drohnenattacke abgewehrt worden. Wie Gouverneur Alexander Moor auf Telegram berichtet, habe das ukrainische Militär eine Ölraffinerie in der Gebietshauptstadt Tjumen ins Visier genommen. Das Werk sei nicht beschädigt worden. Das Personal sei jedoch in Sicherheit gebracht worden. Am Absturzort der Trümmer seien Sicherheitskräfte und Experten im Einsatz.

    Die Stadt Tjumen liegt rund 2.000 Kilometer Luftlinie östlich der ukrainischen Grenze und ist eine der wichtigsten Öl- und Gasförderregionen Russlands. Die dortige Raffinerie gilt als eine der modernsten des Landes und verfügt Branchenschätzungen zufolge über eine Kapazität von rund acht Millionen Tonnen pro Jahr.

  • 15:08 Uhr

    Selenskijs Präsidialamtschef Budanow verzichtet auf polnische Auszeichnung

    Im Geschichtsstreit zwischen Polen und der Ukraine hat auch der ukrainische Präsidialamtschef Kirill Budanow eine staatliche Auszeichnung des Nachbarlandes zurückgegeben. Er verzichte auf das Goldene Offizierskreuz des Verdienstordens der Republik Polen, mit dem er im vergangenen Jahr ausgezeichnet worden sei, schrieb der hochrangige Beamte auf Telegram. Auch der ukrainische Außenminister Andrei Sibiga und der ukrainische Botschafter in Warschau, Wassili Bondar, verzichteten auf die Orden, mit denen Polen sie ausgezeichnet hatte.

    Hintergrund ist die Entscheidung des polnischen Präsidenten Karol Nawrocki, seinem ukrainischen Amtskollegen Wladimir Selenskij den "Orden des Weißen Adlers" abzuerkennen. Budanow sprach in seinem Post von einer unfreundlichen Geste Nawrockis gegenüber dem ukrainischen Volk und einem Geschenk an Russland.

    Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk rief Nawrocki und Selenskij zur Mäßigung auf. Der Konflikt zwischen Polen und der Ukraine freue den Kremlchef Wladimir Putin und schockiere die Verbündeten, schrieb der Politiker auf X. Der Streit eskaliert knapp eine Woche vor einer Wiederaufbaukonferenz für die Ukraine im polnischen Danzig.

    Selenskij hatte die höchste Auszeichnung Polens im Jahr 2023 von Nawrockis Vorgänger Andrzej Duda verliehen bekommen, um die Freundschaft zwischen Warschau und Kiew zu unterstreichen. Im Mai löste der ukrainische Staatschef jedoch den Streit aus, als er einer Armee-Einheit den Beinamen "Helden der UPA" verlieh.

    Kiew ehrt das Andenken an die Ukrainische Aufstandsarmee (UPA), obwohl ihre Mitglieder während des Zweiten Weltkrieges Massaker an Zehntausenden Polen und Juden in der heutigen Westukraine verübt hatten.

  • 14:36 Uhr

    Zwei Tote und sechs Verletzte durch ukrainische Attacken auf Gebiet Cherson

    Gouverneur Wladimir Saldo meldet weitere Tote und Verletzte durch ukrainische Angriffe auf den von Russland kontrollierten Teil des Gebiets Cherson. Wie der Politiker auf Telegram schreibt, seien in den letzten 24 Stunden in der Region zwei Zivilisten ums Leben gekommen. Sechs Menschen seien verletzt worden.

    In der Ortschaft Kamenka sei ein Mann des Jahrgangs 1974 getötet und eine Frau des Jahrgangs 1973 verletzt worden, als eine ukrainische Drohne ihr Auto angegriffen habe. Bei einem Drohnenangriff auf die Ortschaft Kairy habe eine 85-jährige Frau tödliche Verletzungen erlitten. In der Ortschaft Nowaja Sburjewka sei eine 58-jährige Frau zu Schaden gekommen. Bei Drohnenangriffen auf die Ortschaft Bechtery seien drei Männer im Alter von 75, 39 und 34 Jahren verletzt worden. Außerdem habe ein 48-jähriger Einwohner der Ortschaft Radensk Verletzungen erlitten, als eine ukrainische Drohne sein Motorrad attackiert habe.

    Ferner berichtet Saldo über Sachschäden in den Ortschaften Lasurnoje, Iwanowka, Krugloosjorka, Nowaja Majatschka, Olgino, Welikije Kopani, Tschaplinka, Askanija-Nowa, Kamenka, Skadowsk und Werchni Rogatschik. Insgesamt seien dort mehrere Wohnhäuser und Autos, ein Verwaltungsgebäude, ein Arbeitsamt, ein Postamt und ein Postfahrzeug beschädigt worden. Auf der Fernstraße "Noworossija" hätten zudem mehrere Lkw Feuer gefangen. In der Nähe der Ortschaften Petropawlowka und Obloi seien Ackerfelder in Brand geraten.

  • 14:09 Uhr

    Sacharowa bezeichnet Chef der deutschen Luftwaffe als Neonazi

    Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, hat scharf auf die Äußerung des Kommandanten der deutschen Luftwaffe, Holger Neumann, über die Pläne des Nordatlantikbündnisses, russisches Territorium anzugreifen, reagiert. Bei der Bewertung der Äußerungen des hochrangigen Militärs hielt sich Sacharowa kurz:

    "Diese Aussage erfüllt eindeutig die Merkmale des Neonazismus."

    Am Vortag hatte Neumann der britischen Zeitung The Telegraph ein Interview gegeben. Im Laufe des Gesprächs sagte er, dass die Streitkräfte des Bündnisses im Falle einer Konfrontation mit Russland Angriffe auf Kaliningrad, die Kola-Halbinsel, Sankt Petersburg und die Gewässer des Schwarzen Meeres planen würden.

    Das Video gibt es hier auf unserer Webseite zu sehen.

  • 13:37 Uhr

    Polen fordert Platz am Verhandlungstisch zur Ukraine-Krise

    Polens Außenminister Radosław Sikorski hat die Führungsrolle von Deutschland, Frankreich und Großbritannien bei den Gesprächen zum Ukraine-Krieg kritisiert. Im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung sagte er:

    "Zwischen dem Schwarzen Meer, der Ostsee und der Adria leben 120 Millionen Menschen in der EU, zusammen mit Skandinavien sind es 150 Millionen Menschen, die von Russlands Aggression viel direkter bedroht sind als Deutschland. Wir sind Nachbarn sowohl von Russland als auch der Ukraine, Sie sind das in Deutschland nicht."

    Polen befinde sich an vorderster Front, führte Sikorski aus und verwies auf die durch das Land laufenden Rüstungslieferungen an die Ukraine. Polen trage das Risiko dafür und fordere daher einen Platz am Verhandlungstisch.

    Der Minister schlug vor, "den Weg über die in den EU-Verträgen festgelegten Institutionen gehen, etwa über den EU-Ratspräsidenten". Oder man müsse an einer "Koalition der Willigen" arbeiten, die den Kontinent bei Verhandlungen vertreten soll.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.